Lusen Wanderung über Teufelsloch und Himmelsleiter: Gipfeltour im Bayerischen Wald

Wanderung auf den Lusen ab Fredenbrücke über Martinsklause, Teufelsloch und Himmelsleiter. Abwechslungsreiche Gipfeltour im Nationalpark Bayerischer Wald mit ca. 500 Höhenmetern.

Gestern waren wir mit Frau Stadler auf dem wunderschönen Lusen unterwegs. Der Lusen ist mit seinen 1.373 Metern einer der bekanntesten Berge im Nationalpark Bayerischer Wald – und die Wanderung über das Teufelsloch und die Himmelsleiter gehört zu den Touren, die man so schnell nicht vergisst.

Gestartet sind wir an der Fredenbrücke unterhalb des Bergdorfes Waldhäuser. Von dort ging es zunächst entlang der Kleinen Ohe zur Martinsklause, weiter durch das beeindruckende Teufelsloch und schließlich über die Himmelsleiter hinauf zum Gipfel. Rund 500 Höhenmeter, viel Wald, spannende Wegabschnitte und immer wieder schöne Ausblicke – genau so erlebt man den Bayerischen Wald besonders intensiv.

Tourdaten zur Lusen Wanderung

Tourdaten Informationen
Gipfel Lusen, 1.373 m
Startpunkt P+R Parkplatz Fredenbrücke
Route: Fredenbrücke – Martinsklause – Teufelsloch – Himmelsleiter – Lusen
Markierung: Ranne
Höhenmeter: ca. 500 m
Charakter: Abwechslungsreiche Bergwanderung
Besonderheiten: Martinsklause, Teufelsloch, Himmelsleiter, Blockmeer am Lusen
Einkehr: Schutzhaus unterhalb des Gipfels, je nach Öffnungszeiten
Kinderwagengeeignet: Nein

Start an der Fredenbrücke: hinein ins Lusenwandergebiet

Unsere Wanderung begann am P+R Parkplatz Fredenbrücke. Von hier startet eine der klassischen Routen hinauf zum Lusen. Der Weg ist gut beschildert und folgt zunächst der Markierung „Ranne“. Schon auf den ersten Metern ist man mitten in der Natur. Der Weg führt entlang der Kleinen Ohe durch das Kerngebiet des Nationalparks Bayerischer Wald. Umgestürzte Bäume, junger Wald, moosige Steine und das Wasser des Bergbachs begleiten diesen ersten Abschnitt.

Gerade das macht die Wanderung so interessant: Der Wald wirkt hier nicht aufgeräumt oder künstlich gepflegt, sondern ursprünglich. Im Nationalpark darf die Natur ihren eigenen Weg gehen. Man sieht alte Bäume, Totholz und gleichzeitig überall neues Leben, das nachwächst.

Zur Martinsklause: Waldweiher mit Geschichte

Nach etwa einer Stunde erreicht man die Martinsklause. Der kleine Waldweiher liegt ruhig zwischen den Bäumen und ist ein schöner Punkt für eine kurze Pause. Ursprünglich wurde die Martinsklause für die Holztrift angelegt. Mit Hilfe des aufgestauten Wassers wurden früher gefällte Baumstämme aus dem Wald geschwemmt. Heute ist davon nichts Hektisches mehr zu spüren. Die Martinsklause wirkt still, idyllisch und fast ein wenig verwunschen. Informationstafeln erklären unterwegs das Ökosystem Bergbach. So wird die Wanderung nicht nur landschaftlich schön, sondern auch interessant, weil man mehr über die Natur im Nationalpark erfährt.

Durch das Teufelsloch: wilder Abschnitt am Lusen

Von der Martinsklause führt der Weg weiter bergauf zum Teufelsloch. Hier wird die Wanderung deutlich ursprünglicher und steiniger. Zwischen großen Granitblöcken rauscht die Kleine Ohe hindurch, und der Weg bekommt einen ganz eigenen Charakter. Der Name Teufelsloch klingt nicht zufällig geheimnisvoll. Einer Sage nach soll man an manchen Tagen hier noch den Teufel hören können. Auch ohne Sage ist dieser Abschnitt beeindruckend: das Wasser unter den Felsen, die großen Steinblöcke, der Wald ringsum – das alles macht das Teufelsloch zu einem der spannendsten Punkte der Tour. Hier merkt man auch, dass die Wanderung etwas anspruchsvoller wird. Der Untergrund ist teilweise steinig und uneben, deshalb sind gute Wanderschuhe auf jeden Fall sinnvoll.

Über die Himmelsleiter hinauf zum Lusengipfel

Nach dem Teufelsloch folgt der bekannteste Aufstieg der Tour: die Himmelsleiter. Über steile Steinblöcke geht es auf dem sogenannten Sommerweg hinauf zum Gipfel. Der Name klingt leicht, aber ein bisschen Kondition braucht man hier schon. Schritt für Schritt geht es über die Granitstufen nach oben. Gleichzeitig wird die Landschaft immer offener, und zwischendurch ergeben sich schöne Ausblicke über den Bayerischen Wald.

Gerade dieser Abschnitt bleibt in Erinnerung. Man ist nicht einfach nur auf einem breiten Wanderweg unterwegs, sondern spürt den Berg unter den Füßen. Die Himmelsleiter ist anstrengend genug, um stolz oben anzukommen, aber gut machbar, wenn man trittsicher ist und sich Zeit lässt.

Das Blockmeer am Lusen: besonderer Gipfel aus Granit

Oben am Lusen wartet kein gewöhnlicher Gipfel. Statt einer bewaldeten Kuppe liegt dort das bekannte Blockmeer am Lusen: unzählige Granitblöcke, die dem Gipfel sein unverwechselbares Aussehen geben. Das Blockmeer gehört zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns und ist wirklich ein besonderer Anblick. Nach dem Weg durch Wald, Bergbach, Teufelsloch und Himmelsleiter wirkt der Gipfel fast wie eine steinerne Krone.

Bei guter Sicht reicht der Blick weit über den Bayerischen Wald, hinüber nach Böhmen und manchmal sogar bis zu den Alpen. Für uns war das einer der schönsten Momente der Wanderung: oben stehen, durchatmen und die Aussicht genießen.

Natur im Nationalpark: Veränderung gehört dazu

Rund um den Lusen sieht man sehr gut, wie sich die Natur im Nationalpark Bayerischer Wald verändert. Viele abgestorbene Bäume erinnern an die Folgen des Borkenkäfers. Gleichzeitig wächst dazwischen ein neuer Wald heran. Das ist vielleicht nicht der klassische, dichte Wald, wie man ihn sich zuerst vorstellt. Aber genau das macht den Nationalpark so spannend. Hier wird nicht alles entfernt oder sofort aufgeforstet. Die Natur darf sich selbst entwickeln. Beim Wandern wird deutlich, wie viel Leben zwischen den alten Baumstämmen entsteht. Junge Bäume, Gräser, Moose und neue Pflanzen zeigen, dass der Wald nicht verschwunden ist, sondern sich verändert.

Einkehr am Schutzhaus unter dem Gipfel

Unterhalb des Gipfels befindet sich das Lusenschutzhaus. Je nach Öffnungszeiten kann man hier einkehren oder eine längere Pause machen. Auch Übernachtungen sind möglich. Nach dem Aufstieg über Teufelsloch und Himmelsleiter ist eine Rast natürlich besonders angenehm. Aber auch ohne lange Einkehr lohnt es sich, im Gipfelbereich etwas Zeit einzuplanen. Der Lusen ist kein Berg, den man nur schnell abhaken sollte. Dafür ist die Landschaft dort oben zu besonders.

Für wen eignet sich die Lusen Wanderung?

Die Wanderung auf den Lusen über Martinsklause, Teufelsloch und Himmelsleiter eignet sich besonders für alle, die:

eine abwechslungsreiche Wanderung im Bayerischen Wald suchen
gerne durch Wald, Felsen und Bergbachlandschaft gehen
den Nationalpark Bayerischer Wald bewusst erleben möchten
rund 500 Höhenmeter gut bewältigen können
trittsicher sind und feste Wanderschuhe tragen
eine Gipfeltour mit besonderem Charakter machen möchten

Für Kinderwagen ist diese Tour nicht geeignet. Auch bei Nässe sollte man auf den steinigen Abschnitten vorsichtig sein, da die Felsen rutschig werden können.

Fazit: Eindrucksvolle Lusen Wanderung im Bayerischen Wald

Die Lusen Wanderung von der Fredenbrücke über Martinsklause, Teufelsloch und Himmelsleiter war für uns eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour im Nationalpark Bayerischer Wald. Sie verbindet vieles, was diese Region ausmacht: Wald, Felsen, Bergbach, spannende Wegabschnitte und einen Gipfel mit besonderem Charakter. Rund 500 Höhenmeter machen die Wanderung durchaus sportlich, aber gut machbar, wenn man trittsicher ist und etwas Kondition mitbringt. Besonders der Aufstieg über die Himmelsleiter bleibt in Erinnerung – ebenso wie das Blockmeer am Gipfel und der weite Blick vom Lusen.

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Unsere geführten Wanderungen sind ideal für Gäste, die die Region nicht allein, sondern gemeinsam in angenehmer Runde erleben möchten. Ob am Fluss, durch den Wald, zu urigen Einkehrzielen oder zu besonderen Aussichtspunkten: Jede Tour zeigt eine andere schöne Seite des Bayerischen Waldes.

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