Wanderung zum Kleinen Arbersee: durch schattige Wälder zu den schwimmenden Inseln

Unsere Wanderung zum Kleinen Arbersee: 9 Kilometer durch schattige Wälder zu schwimmenden Inseln und einem Eiszeitsee im Bayerischen Wald.

Am 5. August 2026 führte uns unsere gemeinsame Wanderung zu einem der faszinierendsten Naturjuwele im Bayerischen Wald: dem Kleinen Arbersee. Bei herrlichem Sonnenschein wanderten wir durch angenehm schattige Wälder, vorbei an ursprünglicher Natur und hinein in eine Landschaft, die während der letzten Eiszeit von mächtigen Gletschern geformt wurde.

Unser Ziel waren der wunderschöne Bergsee am Fuße des Großen Arbers und seine berühmten schwimmenden Inseln. Auf rund neun Kilometern und mit etwa 100 Höhenmetern erwartete uns eine abwechslungsreiche und dennoch angenehm zu gehende Tour.

Unsere Wanderung zum Kleinen Arbersee im Überblick

Datum: 5. August 2026
Strecke: rund 9 Kilometer
Höhenmeter: etwa 100 Meter
Wetter: sonnig und sommerlich
Charakter: gemütliche Wanderung durch überwiegend schattigen Wald
Höhepunkt: der Kleine Arbersee mit seinen schwimmenden Inseln

Wandern bei Sonnenschein im kühlen Wald

Schon zu Beginn zeigte sich, wie angenehm eine Sommerwanderung im Bayerischen Wald sein kann. Während die Sonne durch die Baumkronen fiel, verlief ein großer Teil unserer Strecke im wohltuenden Schatten des Waldes.

Die klare Waldluft, das leise Rascheln der Blätter und die kleinen Bäche entlang des Weges sorgten für eine herrlich ruhige Atmosphäre. Dichte Wälder wechseln sich in dieser Region mit Mooren, feuchten Senken und offenen Landschaftsabschnitten ab. Immer wieder boten sich schöne Ausblicke auf die umliegenden Höhen des Arbergebiets.

Die rund 100 Höhenmeter verteilten sich angenehm über die Strecke. So blieb unterwegs genügend Zeit, die Umgebung bewusst wahrzunehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die gemeinsame Wanderung zu genießen.

Der Kleine Arbersee – ein Naturjuwel aus der Eiszeit

Am Ende des Waldweges öffnete sich schließlich der Blick auf den Kleinen Arbersee. Ruhig lag das Wasser zwischen den bewaldeten Hängen, eingerahmt von dichter Vegetation und den Gipfeln des Arbergebiets.

Der Kleine Arbersee entstand durch den Kleinen Arberseegletscher, der während der letzten Eiszeit vom Großen Arber in Richtung Tal floss. Seine heutige Form erhielt der See durch einen künstlichen Aufstau für die Holztrift im Jahr 1885.

Gerade diese Entstehungsgeschichte macht den Kleinen Arbersee zu einem besonders interessanten Wanderziel. Die Spuren der Eiszeit sind rund um den See noch heute in der Form des Geländes, an den steilen Uferbereichen und in der gesamten Landschaft zu erkennen.

Die schwimmenden Inseln im Kleinen Arbersee

Die bekannteste Besonderheit des Kleinen Arbersees sind seine schwimmenden Inseln. Beim Aufstauen des Sees lösten sich Moor- und Torfschichten vom Untergrund. Daraus entstanden drei Inseln, die keine feste Verbindung zum Seeboden besitzen und sich mit den Schwankungen des Wasserspiegels heben und senken können.

Auf den dicken Moorflächen wachsen Gräser, kleinere Sträucher und sogar Bäume. Vom Ufer aus wirken die grünen Inseln beinahe wie gewöhnliche kleine Landflächen. Erst das Wissen über ihren schwimmenden Untergrund lässt erkennen, welch außergewöhnliches Naturphänomen sich hier befindet.

Bei unserem Besuch zeigte sich der See von seiner besonders schönen Seite. Das Sonnenlicht spiegelte sich auf dem Wasser, während die schwimmenden Inseln und der umliegende Wald eine beinahe märchenhafte Kulisse bildeten.

Geschützte Natur am Fuße des Großen Arbers

Der Kleine Arbersee liegt in einem mehr als 400 Hektar großen Naturschutzgebiet. Neben dem See gehören auch die angrenzenden Moorflächen und Waldgebiete zu diesem geschützten Lebensraum.

Das Naturschutzgebiet bietet zahlreichen seltenen Pflanzen und Tieren wertvolle Rückzugsräume. Deshalb ist es wichtig, auf den gekennzeichneten Wegen zu bleiben, sensible Uferzonen nicht zu betreten und die besondere Ruhe dieses Ortes zu bewahren.

Gerade die Verbindung aus dichtem Wald, Mooren, Wasserflächen und den steilen Berghängen macht die Landschaft rund um den Kleinen Arbersee so abwechslungsreich. Sie zeigt eindrucksvoll, wie ursprünglich und vielfältig der Bayerische Wald sein kann.

Ein Wanderziel, das man sich erarbeiten darf

Der Kleine Arbersee ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Wer diesen besonderen Ort besuchen möchte, gelangt zu Fuß oder mit der Kleinen Arberseebahn dorthin. Die Zufahrt für Autos und Busse ist gesperrt.

Für uns gehört der Weg zum Erlebnis dazu. Schritt für Schritt lässt man den Alltag hinter sich und taucht immer tiefer in die Natur des Bayerischen Waldes ein. Wenn der See schließlich zwischen den Bäumen sichtbar wird, fühlt sich die Ankunft umso schöner an.

Unser Fazit zur Wanderung am Kleinen Arbersee

Unsere neun Kilometer lange Wanderung zum Kleinen Arbersee war eine gelungene Verbindung aus Bewegung, Naturerlebnis und gemeinsamer Zeit. Der schattige Wald machte die Tour auch an diesem sonnigen Augusttag sehr angenehm.

Das klare Wasser, die von Gletschern geformte Landschaft und natürlich die faszinierenden schwimmenden Inseln machten den Tag zu einem besonderen Erlebnis. Der Kleine Arbersee ist ein Wanderziel, das nicht durch laute Attraktionen begeistert, sondern durch Ruhe, Ursprünglichkeit und seine außergewöhnliche Natur.

Solche besonderen Plätze entdecken wir regelmäßig gemeinsam mit unseren Gästen. Als zertifiziertes Wanderhotel sind wir mit unserem Wanderclub viermal pro Woche auf geführten Wanderungen im Bayerischen Wald unterwegs. Wer die schönsten Wege und Naturjuwele unserer Heimat gemeinsam mit uns erleben möchte, ist bei unseren nächsten Touren herzlich willkommen.

Wir freuen uns schon, Sie bei unserer nächsten Tour im Hochriegel-Wanderclub begrüßen zu dürfen!

Wanderung zum Kleinen Arbersee

Kleiner Arbersee mit den schwimmenden Inseln

Kleiner Arbersee Wandergruppe